Wie viel Rendite ist mit Social Trading möglich?

Social Trading ist eine relativ junge Form der Kapitalanlage, die jedoch in den letzten Jahren enormen Aufschwung genommen hat. Die Rendite aus dem Social Trading liegt oft deutlich über der der Anlageformen, die wir gemeinhin kennen.

Aber wie hoch eine solche Rendite ausfallen kann, hängt von vielen einzelnen Faktoren ab. Hier spielen Risikoaffinität und die gezielte Auswahl der Trader, denen Du folgst, eine entscheidende Auswahl.

Social Trading erhöht die Rendite

In einem Experiment, dass der Forscher Dr. Yaniv Altshuler vom MIT Media Lab im November 2014 durchgeführt hat, konnte er nachweisen, dass sich aufgrund der Schwarmintelligenz die Rendite im Social Trading um 10 Prozent im Vergleich zu denjenigen, die ohne Hilfe von Social Trading handelten, erhöhte.

Dr. Altshuler gab an 500 Teilnehmer der Social Trading Plattform eToro jeweils einen $20 Coupon zum Echtgeldhandel heraus. Die im Verhältnis zu zwei Millionen bei eToro registrierten Tradern sehr kleine Anzahl an Coupons war schon ausreichend, um in der Zielgruppe einen abrupten Schwenk von einem gefährlichen Level der Gruppendynamik hin zu Schwarmintelligenz zu verfolgen.

Auch, und das ist erstaunlich, war die Rendite um 4 Prozent höher als bei denjenigen Tradern, die nur den Spitzenperformern folgten.

Auch Trader, die nicht in der Auswahlgruppe für die Coupons waren, beteiligten sich und die gesamte Gemeinschaft sah schnell einen signifikant hohen Anstieg der Rendite, was auf die gute Mischung von risikoaffinen und risikoscheuen Teilnehmer zurückzuführen war.

Die gefährlichen Auswirkungen der Gruppendynamik, die entsteht, wenn man sich nur innerhalb einer Gruppe von Gleichgesinnten bewegt, die sich selbst gegenseitig in den Entscheidungen bestärken, wurden gebannt.

Untersuchung der Universität Bochum

Geld verdienen mit Social Trading

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Bereits etwas älter ist eine Untersuchung der Universität Bochum bezüglich der Rendite im Social Trading. Die Studie untersuchte alle Trades im Jahr 2012 auf den Social Trading Plattformen eToro, ayondo, Currensee und ZuluTrade.

Allerdings gab es eine Einschränkung, denn die gewerteten Trader mussten mindestens 50 Follower haben. Angesichts der Tatsache, dass die Spitzenperformer meist mehrere tausend Anleger haben, die deren Entscheidungen kopieren, keine sehr große Hürde.

Außerdem wurden die Faktoren Rendite, Sharpe-Ratio und Beta-Faktor mit einbezogen. Die Sharpe-Ratio ist die Überrendite zur Risikoeinheit, der Beta-Faktor die Schwankung im Verhältnis zum Gesamtmarkt.

Als Ergebnis kam raus, dass bei eToro eine durchschnittliche Rendite durch Social Trading von 9 Prozent erwirtschaftet wurde. Allerdings bei einer relativ hohen Sharpe-Ratio von 1,8.

Etwas weniger Rendite erreichten die Trader bei ZuluTrade, nämlich nur 6 Prozent. Allerdings lag die Sharpe-Ratio bei 3,61, was bedeutet, dass diese Trader mit bedeutend weniger Risiko ihre Rendite einfuhren.

Allerdings, und das gilt es zu betonen, ist das nur der Durchschnittswert der vielen Trader auf diesen Social Trading Plattformen. Die 20 Spitzenperformer auf eToro erwirtschafteten ganz andere Resultate. Deren durchschnittliche Rendite lag bei unglaublichen 117 Prozent.

Die Studie der Universität Bochum kommt zum gleichen Ergebnis wie Dr. Altshuler vom MIT. Die besten Trader verringern das Risiko.

So fahren Trader, die auf den Plattformen viele Follower haben, bewusst ihre Risikostrategie mit weniger risikoreichen Anlagevarianten. Dies kostet zwar oft Prozentpunkte in der Spitzenrendite, sorgt aber für eine Nachhaltigkeit, die viele Anleger zu schätzen wissen.

Die Experten, die die Studie an der Universität Bochum verfassten, kommen zu dem Ergebnis, dass Social Trading wie ein „Small Money“ Hedge Fund funktioniert. Während die „normalen“ Hedge Fonds oft nur für institutionelle Anleger gedacht sind, wird das Prinzip „Mehr Rendite bei gleichzeitig besserer Absicherung“ im Social Trading auch für den Kleinanleger mit nicht so gefüllter Geldbörse interessant.

Risikominimierung durch Followerschutz

Damit nicht gleich das ganze Kapital, oder eventuell noch mehr, verloren ist, wenn einer der Top-Trader mal total daneben greifen sollte, haben die verschiedenen Plattformen unterschiedliche Sicherheitsmechanismen.

So können bei eToro maximl 20% des eigenen Anlagekapitals auf eine Nachbildung eines Spitzenperformers eingesetzt werden. So werden allzu euphorische Nachahmer vor sich selbst geschützt.

Lieber gut kopiert als schlecht selbst gemacht

Was sich wie das Motto einer chinesischen Billigfabrik anhört, kann auch als Slogan für Social Trading herhalten. Wer sich von den teils exorbitanten Renditeschlagzeilen nicht blenden lässt, kann mit Social Trading, Wissen, Hirnschmalz und gesundem Menschenverstand eine sehr ordentliche Rendite einfahren, ohne sich täglich um sein Portfolio kümmern zu müssen.

Wichtig ist, dass man sich immer vor Augen hält, dass man nicht mit Spielgeld spielt und dass jeder, auch der beste Top-Trader ein- oder mehrmals völlig daneben liegen kann.

Nichtsdestotrotz ist Social Trading eine Form der Kapitalanlage, bei der auch für kleinere Anlagesummen bei überschaubarem Risiko eine gute Rendite erwirtschaftet werden kann.

Gerne würde ich deine Meinung zur möglichen Rendite beim Social Trading hören. Hast du positive oder eher negative Erfahrung in Social Investment Communitys gemacht? Ich freue mich auf dein Kommentar!

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